DIE RICHTIGE SONNENCREME FÜR DEINE HAUT
Wenn die Tage wieder länger werden, bekommt auch die Sonne mehr Kraft. Doch ihre Strahlen bräunen nicht nur die Haut, sondern verursachen auch Sonnenbrand und Falten – höchste Zeit für den richtigen Lichtschutz! Wir verraten Dir, welche Sonnencreme zu Deiner Haut passt, worauf es bei den Inhaltsstoffen ankommt und wie moderne Formulierungskonzepte für Sonnenschutz aufgebaut sind.
12 Jun 2024
Von BIOTHERM
- 01 WARUM IST SONNENCREME SO WICHTIG?
- 02 WORAUF KOMMT ES BEI DER VERWENDUNG AN?
- 03 WIRD DIE HAUT TROTZ SONNENCREME BRAUN?
- 04 BESONDERE HAUTBEDÜRFNISSE
- 05 WELCHE INHALTSSTOFFE SIND BEDENKLICH?
- 06 UND WELCHE INHALTSSTOFFE SIND EMPFEHLENSWERT?
- 07 WIE LANGE IST SONNENCREME HALTBAR?
- 08 FAZIT: SONNENSCHUTZ IST WICHTIG – UND GAR NICHT SCHWER!
WARUM IST SONNENCREME SO WICHTIG?
Dass die Sonne auch ihre Schattenseiten hat, weißt Du spätestens, sobald Deine Haut den ersten Sonnenbrand bekommen hat. Doch warum genau kann die Sonne so gefährlich sein? Und wie beugt man Sonnenschäden am besten vor?
SO BEEINFLUSSEN UV-STRAHLEN DEINE HAUT
Egal, ob wolkig oder blauer Himmel: Die unsichtbaren UV-Strahlen der Sonne treffen bei jedem Wetter auf die Erde und können Deine Haut irreversibel schädigen. Kurzwellige UVB-Strahlen bleiben vorwiegend in der Oberhaut, wo sie die Melaninproduktion anregen und die Haut bräunen. Bei längerem Sonnen können sich daraus allerdings schnell Rötungen, Verbrennungen sowie hartnäckige Hyperpigmentierungen, also Pigmentflecken oder auch Altersflecken, entwickeln.
Langwellige UVA-Strahlen dringen dagegen tief in die Unterhaut ein. Dort verursachen sie die Bildung freier Radikale, die die Hautzellen und ihre DNA schädigen. All das geschieht zunächst unbemerkt, langfristig wird so allerdings die frühzeitige Hautalterung beschleunigt: Die Haut kann immer schlechter Feuchtigkeit speichern und erscheint schlaff und ausgedünnt, das Bindegewebe verliert zunehmend an Elastizität und Spannkraft, Falten werden tiefer. Sind die Regenerationsprozesse der Haut dauerhaft überfordert, können UV-geschädigte Zellen schlimmstenfalls irgendwann zum Hautkrebs mutieren.
WIE WIRKT SONNENCREME?
Zwar verfügt die Haut über einen individuellen Eigenschutz, der ist aber gerade im Sommer schnell erschöpft. Und genau hier kommt Sonnencreme ins Spiel: Sie enthält eine Kombination aus UVA- und UVB-Filtern, die sich wie ein Schutzschild auf die Haut legen und ihre individuelle Eigenschutzzeit verlängern – je höher der angegebene Lichtschutzfaktor (LSF) auf der Verpackung, desto länger die Schutzwirkung. Außerdem enthalten die meisten Sonnenschutzprodukte Wirkstoffe wie Vitamine und andere Antioxidantien, die die Haut zusätzlich stärken und regenerieren.
WORAUF KOMMT ES BEI DER VERWENDUNG AN?
Damit Sonnencreme ihre volle Wirkung entfalten kann, solltest Du vor und beim Auftragen einige Faktoren beachten.
DEN LSF BESTIMMEN
Jede Haut verfügt je nach Hauttyp über eine individuelle Eigenschutzzeit. Helle Hauttypen haben meist nur eine Eigenschutzzeit von 10–20 Minuten, dunklere Typen können meist bis zu 50 Minuten ungeschützt in der Sonne bleiben. Der Lichtschutzfaktor (z.B. LSF 30 oder LSF 50) einer Sonnencreme gibt nun an, um wie viel dieser Eigenschutz vervielfacht werden kann, ohne dass die Haut einen Sonnenbrand erleidet. An welchen Tagen Du Dich eincremen solltest, verrät der UV-Index[1]. Steht die Sonne im Sommer hoch, treffen ihre Strahlen besonders in der Mittagszeit nahezu senkrecht auf die Erde und sind entsprechend intensiv. Im Winter hingegen braucht die Haut hierzulande meist keinen zusätzlichen UV-Schutz.
DIE KONSISTENZ DER SONNENPFLEGE WÄHLEN
Von Sonnenöl über Sonnenspray bis Sonnenmilch – neben der klassischen Sonnencreme gibt es viele Varianten. Welcher Konsistenz die beste ist? Geschmackssache! Während ein Sonnenöl meist sehr reichhaltig ist und trockene Haut nährt, sind Sonnenspray und Sonnenmilch leichter, ziehen schneller ein und hinterlassen keinen klebrigen Film.
GENUG SONNENCREME VERWENDEN
Das Tückische beim Eincremen: Man ist meist zu sparsam. Fürs Gesicht sollte es ein Teelöffel voll Sonnencreme sein, für den Körper bis zu sieben. Nur dann wird der angegebene LSF erreicht! Lieber einen Moment einziehen lassen und dann eine zweite Schicht nachlegen – das gilt auch nach längerem Schwitzen oder Schwimmen. Übrigens bildet Sonnencreme immer die letzte Schicht in Deiner Hautpflegeroutine: erst Serum und Tagescreme, darüber der Sonnenschutz. Make-up wiederum wird immer über der Sonnencreme aufgetragen.
CHEMISCHER ODER MINERALISCHER FILTER?
Grundsätzlich gibt es zwei Arten von UV-Filtern. Mineralische oder auch physikalische Filter wie Zinkoxid und Titandioxid legen sich auf die Hautoberfläche, um die UV-Strahlen zu reflektieren. Weil sie nicht in die Haut eindringen, sind sie besonders verträglich, hinterlassen aber häufig einen hellen Schleier. Chemische Filter dagegen dringen in die Haut und wandeln eintreffende UV-Strahlen in Wärme um. Im Vergleich ist chemische Sonnencreme weniger auffällig, kann aber empfindliche Haut reizen. Zudem muss sie mindestens eine halbe Stunde einwirken, bevor sie den vollen UV-Schutz bietet.
TAGESCREME MIT LSF STATT SONNENCREME?
Ob eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor ausreicht, hängt von der Jahreszeit, also dem Sonnenstand, und der Aufenthaltsdauer im Freien ab. Im Büroalltag und bei wenig Sonne ist sie durchaus ein praktischer Ersatz, allerdings verwendet man in den seltensten Fällen so viel Creme, wie für den angegebenen Schutz nötig wäre. Trotzdem ist eine Tagescreme mit LSF immer noch besser als gar kein Schutz.
WIRD DIE HAUT TROTZ SONNENCREME BRAUN?
Auf jeden Fall. Genau genommen ist Bräunen der natürliche Sonnenschutz der Haut: Sie bildet das Pigment Melanin, das sich wie ein Schutzmantel um den Zellkern legt und die Haut gebräunt erscheinen lässt. Da selbst Sonnencremes mit LSF 50+ immer noch einen kleinen Rest an UV-Strahlen durchlassen, wird die körpereigene Melaninproduktion auch mit Sonnencreme oder sogar im Schatten angeregt – aber eben langsamer und damit weitaus schonender als durch ungeschütztes Brutzeln in der prallen Sonne. Du willst Deine Bräune dennoch beschleunigen? Dann sind Selbstbräuner eine hautfreundliche Alternative.
BESONDERE HAUTBEDÜRFNISSE
Jede Haut braucht Sonnenschutz. Dabei ist es wichtig, dass er zur jeweiligen Haut passt und auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist.
MALLORCA-AKNE UND ALLERGISCHE HAUT
Die Mallorca-Akne ist eine allergische Reaktion der Haut, die besonders im Frühling und Frühsommer auftritt. Nach der Sonnenexposition bildet sich im Gesicht, auf Dekolleté, Armen, Beinen und Schultern ein juckender Ausschlag mit Rötungen und akneähnlichen Pickeln. Da für den Ausbruch von Mallorca-Akne und anderen Sonnenallergien vor allem UVA-Strahlen verantwortlich ist, sollte die passende Sonnencreme einen hohen UVA-Schutz sowie stärkende Antioxidantien wie Alpha-Glucosylrutin und Lichochalcone A enthalten.
WELCHE INHALTSSTOFFE SIND BEDENKLICH?
Leider enthalten Sonnencremes nicht nur UV-Filter und Pflegestoffe, sondern häufig auch Inhaltsstoffe, die für Haut und Umwelt bedenklich, wenn nicht gar schädlich sind. with "Doch inzwischen wächst das Bewusstsein für gut verträgliche Formulierungskonzepte – und auch das Angebot an leichten Texturen wächst.
MIKROPLASTIK IN SONNENCREMES
Durch Abwasser oder Schwimmen im Meer gelangen Sonnenprodukte irgendwann unweigerlich in den Ozeanen. Dort können sich ihre nicht abbaubaren Reste, winzig kleine Kunststoffpartikel, ablagern und auf Dauer die Ökosysteme belasten und sogar irreversibel zerstören[2]. Achte bei der Wahl von Sonnenschutz auf Formeln mit hoher biologischer Abbaubarkeit der Basis. Zudem lohnt sich ein Blick auf Verpackungen mit hohem Rezyklatanteil, wie etwa Flaschenkörper aus recyceltem Plastik.
UV-FILTER UND FORMULIERUNGSKOMPETENZ
Moderne Sonnenschutzprodukte setzen auf optimierte Filterkombinationen, die ein breites Schutzspektrum gegen UVA- und UVB-Strahlen gewährleisten. Dabei forschen Expert:innen kontinuierlich an photostabilen Filtersystemen, die sowohl eine hohe Verträglichkeit auf der Haut bieten als auch unter strengen Umweltstandards auf ihre aquatische Verträglichkeit hin geprüft werden.
MINERALISCHE UND CHEMISCHE FILTER IM VERGLEICH
Mineralische Filter wie Titandioxid oder Zinkoxid reflektieren das UV-Licht auf der Hautoberfläche. In modernen Rezepturen werden sie oft besonders fein verarbeitet, um das Entstehen eines weißen Schleiers auf der Haut zu reduzieren, während sie gleichzeitig zuverlässig vor UV-Strahlen schützen.
UND WELCHE INHALTSSTOFFE SIND EMPFEHLENSWERT?
Um die Haut bereits beim Sonnenbaden zu beruhigen und mit Feuchtigkeit zu versorgen, sind regenerierende Wirkstoffe wie Life Plankton™ oder Aloe vera ideal. Daneben gehören auch Antioxidantien wie Niacinamid und Vitamin E in eine gute Sonnencreme, Du findest sie zum Beispiel in der Waterlover-Linie. Sie können die Schutzleistung steigern, indem sie die Hautschutzbarriere stärken und zugleich schädliche freie Radikale neutralisieren.
Wer eher zu öligem Glanz und Unreinheiten neigt, sollte auf Wirkstoffe wie Kaolin, Kieselerde oder Perlit setzen.
WIE LANGE IST SONNENCREME HALTBAR?
Gerade bei Sonnenprodukten ist es wichtig, dass sie zuverlässig schützen. Doch wie bei allen Kosmetika kann auch ihre Wirksamkeit mit der Zeit nachlassen.
KANN MAN SONNENCREME AUS DEM VORJAHR VERWENDEN?
Das kommt drauf an: Ist die Verpackung noch ungeöffnet, kannst Du sie bedenkenlos bis zu 30 Monate lang benutzen. Wie viele Monate sie nach dem Öffnen verwendet werden kann, zeigt das Tiegelsymbol auf der Rückseite jeder Verpackung. Hier gilt jedoch: War die Sonnencreme häufig im Gebrauch und konnten Keime eintreten, ist ihre Schutzleistung nicht mehr gewährleistet – dann lieber entsorgen [7].
WIE LAGERT MAN SONNENCREME RICHTIG?
Die meisten UV-Filter reagieren mit Hitze und Sauerstoff, wodurch sie zerfallen und ihre Schutzwirkung schwindet. Daher sollte die Tube nicht ständig geöffnet werden oder gar offenstehen, und bestenfalls im Kühlschrank oder einem kühlen Raum gelagert werden.
FAZIT: SONNENSCHUTZ IST WICHTIG – UND GAR NICHT SCHWER!
Du siehst: Sonnencreme ist das wichtigste Anti-Aging-Mittel für die Haut. Nur wer sich regelmäßig eincremt, kann frühzeitigen Alterungsanzeichen vorbeugen. Am besten integrierst Du Deine Lieblingssonnencreme in Deine morgendliche Pflegeroutine – so denkst du automatisch daran und bist immer bestens gegen UV-Strahlen gewappnet. Du bist unsicher, was sonst noch zu einer optimalen Hautpflegeroutine gehört? Dann lass Dich individuell beraten – ganz einfach per Hautdiagnose-Tool oder persönlicher Videoberatung.
QUELLENANGABEN
[1] https://www.dwd.de/DE/leistungen/gefahrenindizesuvi/gefahrenindexuvi.html
[2] Mikroplastik und andere Kunststoffe in Kosmetika. Elektronische Fassung. URL: https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/meere/meere_mikroplastik_in_kosmetika.pdf
[3] Produkte mit verstecktem Mikroplastik und bessere Alternativen. Elektronische Fassung. URL: https://www.smarticular.net/mikroplastik-liste-definition-in-kosmetik-vermeiden-alternativen/
[4] Alte Sonnencreme besser nicht mehr benutzen. Elektronische Fassung. URL: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/alte-sonnencreme-besser-nicht-mehr-benutzen-124492/
[5] Toxicopathological Effects of the Sunscreen UV Filter, Oxybenzone (Benzophenone-3), on Coral Planulae and Cultured Primary Cells and Its Environmental Contamination in Hawaii and the U.S. Virgin Islands. Elektronische Fassung. URL: https://link.springer.com/article/10.1007/s00244-015-0227-7
[6] Viel Licht, viel Schatten. Elektronische Fassung. URL: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2017/daz-30-2017/viel-licht-viel-schatten
[7] Wie lange hält sich Sonnencreme? Elektronische Fassung. URL: https://www.apotheken-umschau.de/mein-koerper/haut-und-haare/wie-lange-haelt-sich-sonnencreme-713655.html






